Der Fränkisch-Schwäbische Jakobsweg ist eine geschichtsträchtige, rund 265 Kilometer lange Pilgerroute in Süddeutschland. Auf meist 11 bis 12 Tagesetappen verbindet dieser beliebte Fernwanderweg das fränkische Weinland mit dem schwäbischen Donautal und führt dabei von Unterfranken quer durch Baden-Württemberg bis nach Bayerisch-Schwaben.
Routenverlauf und landschaftliche Höhepunkte
Vom Main zur Tauber: Der Weg startet am monumentalen Kiliansdom in Würzburg. Die ersten Etappen führen durch das idyllische liebliche Taubertal über Ochsenfurt, Uffenheim und die barocke Residenzstadt Ansbach bis in die weltberühmte mittelalterliche Kulisse von Rothenburg ob der Tauber.
Durch das Ries zur Donau: Ab Rothenburg zieht sich die Route weiter südwärts entlang des Ostrandes der Schwäbischen Alb. Vorbei an historischen Städtchen wie Oettingen durchqueren Pilgernde den kreisrunden Meteoritenkrater des Nördlinger Ries mit der komplett erhaltenen Stadtmauer von Nördlingen. Über das Wörnitztal und Giengen an der Brenz endet der Pfad schliesslich am Ulmer Münster.
Kulturelle Schätze: Zu den Höhepunkten gehören die UNESCO-Weltkulturerbestätte der Würzburger Residenz, die St.-Jakobs-Kirche in Rothenburg mit dem Riemenschneider-Altar, das majestätische Schloss Oettingen sowie das Ulmer Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt.
Anschluss im Wegenetz
Der durchgehend mit der gelben Jakobsmuschel auf blauem Grund markierte Weg gilt als eines der wichtigsten Bindeglieder im süddeutschen Pilgernetz. Am Startpunkt Würzburg knüpft er an den Jakobsweg von Vacha/Fulda an. Am Endpunkt in Ulm mündet die Route nahtlos in den Oberschwäbischen Jakobsweg ein. Über diesen gelangen Wandernde weiter nach Ravensburg und Konstanz am Bodensee, wo direkter Anschluss an die Schweizer Via Jacobi besteht.
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